Die Herrenhausruine hat einen spannenden Innenneubau bekommen. Die Ruine der weitgehend gotischen Sylvesterkapelle ist schonend restauriert und versetzt einen direkt ins Mittelalter.
Jetztzeit = die Anlage des Museums unter Tage.
Dauerausstellung: Landschaftsmalerei, beginnend mit der Repro einer chinesischen Tuschezeichnung um 950 (da fehlt keine 1 davor ;o))) über viele Holländer, dann Slevogt, Repin, Klee, Mondrian, Schwitters uva. zur modernen Malerei.
Sonderausstellung (bis 26.10.25): "Das halbe Leben. Formen der Arbeit in Kunst und Geschichte"
Angepriesen als Gegenüberstellung früher/Antike - heute.
Da hatte ich andere Erwartungen: das älteste Gewerbe gibt es schon bei den alten Griechen auf Terrakotta. Heute Fotos. Bei den Ägyptern wurden Bauern mit ihren Ähren dargestellt. Aber sonst? Da fällt mir frühestens Millet ein, etwas später noch van Gogh und Liebermann ... und natürlich Adolph Menzels Stahlwerk. Und genau das ist mein Problem mit der Ausstellung: ich hatte Gegenüberstellungen erwartet. Die gibt es nicht direkt. Aber viele andere schöne Sachen: unter anderem zwei Uecker, schöne Kintsugi,...
Um sechs treffe ich mich mit meiner lieben K. im Forsthaus. Lecker AE.
21.30 Uhr beginnt in der Sternewarte das Schnuppengucken-Programm. Rundum der Hammer!
Zunächst gibt es im Radom eine Theorielektion. Wir lernen sehr viel in ca. einer Dreiviertelstunde, z. B., dass eine Sternschnuppe nur so groß ist wie ein Sandkorn, max. Walnuss! Dass wir von ca. 36.000 Satelliten umkreist werden. Dass ca. 40 Tonnen Weltraumschrott auf die Erde fallen – und zwar täglich!
Dann geht es raus auf die Wiese. Zusammen mit hundert, hundertzwanzig anderen Sternenguckern machen wir es uns auf unseren Decken bequem.
Der Himmel ist sternenklar, nirgends ein Wölkchen. Noch nie habe ich fast zwei Stunden ununterbrochen in den Himmel geschaut. So viele Satelliten, unglaublich! Mit der Zeit wandern die Sterne über den Himmel, Wahnsinn, das mal so zu sehen (und durchaus peinlich, das erst in meinem Alter zu machen, schäm).
"Nacht: Der Horizont ist ganz Dunkelheit (hier und heute nicht 😉). ... Die Sterne glitzern mit äußerster Brillanz ... während die Planeten mit Gesichtern gleich lächelnder Freunde ... auf dich hinunterschauen... Die Stunden fliegen vorbei bis dann der Nachttau dir rät, dein Gesicht zu bedecken und zu schlafen." gekürzt/frei nach Sir R. Burton/Ilja Trojanow "Nomade auf vier Kontinenten"
Wir sehen bis 0.10 Uhr vier große Schnuppen (davon zwei richtig große, dass waren sicher Walnüsse ;o))) und ein paar kleine. Ziel erfüllt!
Dann wird es doch etwas kühl-feucht (Nachttau, s. o.) und auch wir treten langsam den Rückzug an.
Staufreie Rückfahrt. Der WDR spielt Grönemeyer (zwar nicht "Bochum", aber immerhin :o))
Exakt 1.11 Uhr bin ich zu Hause. Was für ein Tag!
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Ich habe (am nächsten Morgen) ein neues Hintergrundfoto mit Radom und Stern darüber!!!
... und -untergang
Im Radom, einer Traglufthalle,...
... steht u. a. dieses Teleskop
So ein schöner Tag! LOVE - LOVE - LOVE
